Laserwarnschilder: Anforderungen und was Sie für die Einhaltung der Vorschriften wissen müssen
Im Bereich der Lasersicherheit in der EU und auf internationalen Märkten setzen die Normen IEC 60825-1 und EN 60825-1 den Standard. Eine der wichtigsten Anforderungen dieser Vorschriften ist die korrekte Verwendung von Laserwarnschildern – nicht nur zur Gefahrenkennzeichnung, sondern auch zur Einhaltung gesetzlicher und technischer Bestimmungen.
Dieser Artikel beschreibt, was Hersteller, Systemintegratoren und Systemdesigner über Laserklassifizierungsetiketten gemäß EN / IEC 60825-1 wissen müssen, einschließlich der erforderlichen Etiketteninhalte, der Platzierung und der Anforderungen an die Haltbarkeit.
Standardetiketten gemäß EN IEC 60825-1
Die Norm EN IEC 60825-1 legt einige Arten von Laserwarnschildern fest, die Sie auf Ihrem Laserprodukt anbringen sollten.
WARNDREIHEN
Das Laserwarndreieck ist ein gelbes Dreieck mit schwarzem Rand und einem schwarzen Piktogramm eines Laserstrahls (Stern). Dieses Symbol ist ein international genormtes Laserwarnsymbol und wird häufig in Kombination mit anderen Kennzeichnungen verwendet.
Erforderlich für:
Warndreieck-Symbole sind auf allen Lasern ab Klasse 1 vorgeschrieben.
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| Optional | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
ÖFFNUNGSBESCHREIBUNGEN
Ein Laseraustrittsschild ist ein Sicherheitswarnschild, das die Öffnungs- oder Austrittsstelle eines Lasergeräts kennzeichnet. Es dient dazu, Personen, die mit dem Laser in Kontakt kommen könnten, insbesondere diejenigen, die für den Betrieb, die Wartung oder die Instandhaltung des Lasergeräts verantwortlich sind, zu informieren und zu warnen.
Warndreiecke werden oft synonym mit Blendenbeschriftungen verwendet, wenn eine symbolbasierte Beschriftung einer textbasierten Beschriftung vorgezogen wird.
Platzierung:
Die Beschriftung der Laseröffnung muss direkt an oder in der Nähe der Laseröffnung angebracht werden. Bei mehreren Öffnungen benötigt jede Öffnung eine eigene Beschriftung. Die Beschriftung muss im Normalbetrieb gut sichtbar sein und darf nicht durch Türen, Abdeckungen oder Zubehör verdeckt werden. Sie muss aufrecht angebracht sein (nicht seitlich oder auf dem Kopf stehend).
Erforderlich für:
Diese sind für alle Laser der Klassen 3R, 3B und 4 erforderlich. Die meisten Laser der Klasse 2 benötigen Aperturetiketten, wobei es einige Ausnahmen gibt.
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| Optional | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
KLASSIFIZIERUNGSETIKETTEN
Laserklassen sind ein standardisiertes System zur Klassifizierung von Lasern anhand ihrer potenziellen Gefahren für Augen und Haut. Ein Laserklassifizierungsetikett enthält typischerweise die Laserklasse und ein Signalwort wie „Gefahr“ (Klasse 3B und 4) oder „Vorsicht“ (Klasse 2, 2M, 3R), einen Gefahrenhinweis wie „Direkten Augenkontakt vermeiden“ und gegebenenfalls einen Verweis auf die Norm, nach der der Laser klassifiziert wurde.
Platzierung:
Das Etikett sollte während des normalen Betriebs und an der Außenseite des Produkts sichtbar und leicht zugänglich sein, muss sich aber nicht in der Nähe der Öffnung oder des Warnhinweises befinden.
Erforderlich für:
Alle Laserklassen benötigen ein Klassifizierungsetikett. Enthält Ihr Laserprodukt einen Laser der Klasse 1, auch wenn alle Gehäuseteile entfernt wurden, kann ein vereinfachtes Klassifizierungsetikett verwendet werden.
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
PRODUKTINFORMATIONSETIKETTEN
Ein Produktinformationsetikett liefert wichtige Informationen über den Hersteller und die Spezifikationen des Laserprodukts. In Verbindung mit Klassifizierungsetiketten muss es lediglich Folgendes enthalten:
- Name und Anschrift des Herstellers
- Modellnummer / Seriennummer
- Herstellungsdatum
- Maximale Ausgangsleistung bzw. -energie*
- Pulsdauer (falls zutreffend)*
- Wellenlänge(n)*
- Nummer und Veröffentlichungsdatum der Norm, nach der das Produkt klassifiziert ist*
*sofern nicht bereits in der Klassifizierung enthalten

Da die Norm kein bestimmtes Format oder Layout vorschreibt, sind viele Gestaltungsmöglichkeiten für Produktinformationsetiketten denkbar. Sofern der Platz es zulässt, können Produktinformationen und Klassifizierungsangaben auf einem einzigen Etikett angebracht werden.
Platzierung:
Produktinformationsetiketten sollten außen am Produkt angebracht und gut zugänglich sein, müssen sich aber nicht in der Nähe der Öffnung oder des Warnhinweises befinden.
Erforderlich für:
Diese werden für alle Laserprodukte benötigt.
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
SCHUTZ-WOHNUNGS-ETIKETTEN
Ein Schutzgehäuseetikett, oft auch als „Schutzgehäuseetikett“ oder „Sicherheitsgehäuseetikett“ bezeichnet, ist ein Warnhinweis, der an oder in der Nähe von Schutzgehäusen oder -anlagen angebracht wird, die Geräte oder Maschinen umgeben. Diese Etiketten sind an allen Abdeckungen oder Verbindungen vorgeschrieben, deren Entfernung, Öffnung oder Verschiebung Zugang zu Strahlung oberhalb der Klasse 1 ermöglicht.
Die Schutzklasse dieses Etiketts richtet sich nach der Klasse der Laserstrahlung, die nach dem Öffnen der Abdeckung zugänglich ist. Beispielsweise benötigt eine Abdeckung an einem Laserprodukt der Klasse 1, die nach dem Entfernen Zugang zu Laserstrahlung der Klasse 3B ermöglicht, ein Etikett „Schutzgehäuse Klasse 3B“.
Platzierung:
Schutzgehäuseetiketten werden auf internen Schutzgehäusen oder Umhüllungen angebracht, die den Laser oder die Laserquelle umschließen.
Erforderlich für:
Für höherwertige eingebettete Laser der Klassen 3B oder 4 sind Schutzgehäuseetiketten erforderlich. Wenn das Produkt der Klasse 1 angehört und einen eingebetteten Laser der Klasse 3B enthält, ist ebenfalls ein Schutzgehäuseetikett erforderlich.
Die folgende Tabelle bezieht sich auf die Klasse der eingebetteten Laser und nicht auf die allgemeine Klassifizierung von Laserprodukten.
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| x | x | x | ✓ | ✓ |
VERRIEGELTE HAUS-ETIKETTEN
Auf allen verriegelten Paneelen, die beim Öffnen und Aufheben der Verriegelung Zugang zu Strahlung oberhalb der Klasse 1 ermöglichen, müssen Kennzeichnungen mit dem Hinweis „Verriegeltes Gehäuse“ angebracht werden.
Die Klasse dieses Etiketts richtet sich nach der Klasse der Laserstrahlung, die nach dem Öffnen der Abdeckung und dem Überbrücken der Verriegelung zugänglich wird. Beispielsweise benötigt eine verriegelte Abdeckung an einem Laserprodukt der Klasse 1, die nach dem Öffnen und Überbrücken der Verriegelung Zugang zu Laserstrahlung der Klasse 4 ermöglicht, ein Etikett „Verriegeltes Gehäuse Klasse 4“.
In diesem Fall bezieht sich die Verriegelung ausschließlich auf Verriegelungen an Zugangsklappen oder auf jegliche Verriegelungen, die den Betrieb des Produkts bei geöffneten Zugangsklappen verhindern. Alle anderen Verriegelungen werden nicht berücksichtigt.
Platzierung:
Die Verriegelungsetiketten müssen sowohl vor als auch während des Öffnens oder Abnehmens des Gehäuses sichtbar sein. Das Etikett sollte in der Nähe der Öffnung angebracht sein und muss vor und während der Verriegelungsüberbrückung sichtbar sein.
Erforderlich für:
Für Laserprodukte mit integrierten Lasern der Klasse 3B oder 4 sind verriegelte Gehäuseetiketten erforderlich. Dies gilt jedoch nur, wenn verriegelte Zugangsklappen, Gehäuse oder Einhausungen vorhanden sind.
Die folgende Tabelle bezieht sich auf die Klasse der eingebetteten Laser und nicht auf die allgemeine Klassifizierung von Laserprodukten.
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| x | x | x | ✓ | ✓ |
WARNUNGEN VOR „UNSICHTBARER“ ODER „SICHTBARER UND UNSICHTBARER“ STRAHLUNG
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten sind auch spezifische Überlegungen hinsichtlich der Formulierung von Etiketten anzustellen, wenn die Laserstrahlung sichtbar, unsichtbar oder beides ist.
Wenn die Laserstrahlung unsichtbar ist, sollten die Ausführungen der Klassifizierungs-, Schutzgehäuse- und Verriegelungsgehäuse-Etiketten für „unsichtbare Strahlung“ verwendet werden. Wenn die Laserstrahlung sowohl sichtbar als auch unsichtbar ist, sollten die Ausführungen der Klassifizierungs-, Schutzgehäuse- und Verriegelungsgehäuse-Etiketten für „sichtbare und unsichtbare Strahlung“ verwendet werden.
MATERIALANFORDERUNGEN
Obwohl die Norm EN / IEC 60825-1 keine spezifischen Materialanforderungen für Etiketten festlegt, gilt allgemein die Regel, dass alle Etiketten haltbar, dauerhaft und lesbar sein sollten.
Haltbarkeit
Das Etikett muss dauerhaft, gut lesbar und beständig gegenüber den im Betriebsumfeld des Laserprodukts zu erwartenden Umwelteinflüssen wie Hitze, Abrieb, Chemikalien, UV-Strahlung usw. sein.
Dauerhaftigkeit
Etiketten dürfen sich im Laufe der Produktlebensdauer unter normalen Gebrauchsbedingungen weder ablösen noch verblassen oder unleserlich werden. Sie müssen fest auf der Produktoberfläche haften und dürfen sich bei normalem Gebrauch nicht ablösen.
Lesbarkeit
Es muss ein hoher Kontrast zwischen Text, Symbolen und Hintergrund gewährleistet sein. Soweit zutreffend, sind die in den europäischen, internationalen oder US-amerikanischen Normen definierten Farben, Formulierungen, Symbole und Layouts zu verwenden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Laserprodukte die in EN / IEC 60825-1 festgelegten strengen Kennzeichnungsvorschriften einhalten müssen, um die Sicherheit der Anwender und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen zu gewährleisten.
Zu den wichtigsten Kennzeichnungen gehören Klassifizierungsetiketten, die die Laserklasse und zugehörige Warnhinweise angeben, sowie Produktinformationsetiketten mit Herstellerangaben und Produktidentifikation. Für Laser höherer Klassen (Klasse 3B und Klasse 4) mit Schutzgehäusen oder verriegelten Zugangsklappen sind Kennzeichnungen für Schutzgehäuse und verriegelte Gehäuse erforderlich. Öffnungsetiketten sind für Laser der Klassen 3R, 3B und 4 obligatorisch, um Benutzer vor potenziellen Expositionsrisiken zu warnen. Für Laser der Klasse 1 gelten vereinfachte Kennzeichnungsvorschriften mit weniger Anforderungen als für höhere Klassen.
Das Verständnis dieser Etikettenarten und ihrer Anforderungen ist entscheidend, um sowohl die Sicherheit als auch die Einhaltung internationaler Standards zu gewährleisten.
Kurzanleitung zu den Kennzeichnungsvorschriften gemäß Laserklasse
| Etikett | Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3R | Klasse 3B | Klasse 4 |
| Warndreieck | Optional | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Blendenbezeichnung | Optional | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Klassifizierungsetikett | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Produktinformationsetikett | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Schutzgehäuseetikett | x | x | x | ✓ | ✓ |
| Verriegelungs-Gehäuseetikett (falls vorhanden) | x | x | x | ✓ | ✓ |
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